Wir bauen zurzeit...

... leider nicht an der Anlage.

So hiess es von 2009 bis Ende 2012.

Das Kornhaus in der unteren Hofstatt, in dessen Dachgeschoss sich unsere Anlagen befinden, wurde vor dem Einzug von Bezirksgericht, Amtsvormundschaft und Regionalpolizei einer Totalsanierung unterzogen. Die Räume des BMC im dritten Obergeschosswaren von der Sanierung ausgenommen, aber dennoch von den Bautätigkeiten betroffen. Im Estrich über uns wurde die Klimatechnik installiert. Zu- ud Abluftkanäle sowie die notwendigen Pfosten zur Abstützung führen zwangsläufig durch den Anlagenraum respektive durch die Anlage selbst.
Unser letzter Fahrtag war zu Weihnachten 2008. Im ersten Halbjahr 2009 haben wir die Anlage abgeräumt und - so gut es ging - mit Abdeckungen gegen Schäden und Schmutz versehen. Zwischen August 2009 und Anfang 2011 war das Clublokal nicht zugänglich. Dankenswerterweise fanden wir im Bahnpark Brugg ein Exil für diese Zeit. Nach der Rückkehr ging es zuerst an die Bestandsaufnahme. Danach folgten gut anderthalb Jahre der Wiederinbetriebnahme mit einem gemeinsamen Ziel:
Eine öffentliche Vorführung zur Brugger Gewerbeausstellung Ende Oktober 2012.

Die folgende Auflistung zeigt viele, wenn nicht auch nicht alle, der im Einzelnen zu erledigenden Arbeiten.

Arbeiten am Clublokal (Anlagenraum mit Tinplate, Werkstatt, Beiz)
Arbeiten an den Anlagen Spur 0 + Tinplate
Wiederinbetriebnahme Steuerung und Testfahrbetrieb

Das folgende Bautagebuch gibt einen bebilderten Einblick in den Ablauf zwischen Sommer 2011 und der öffentlichen Vorführung Ende Oktober 2012.

Juli 2011

Nachdem Werkstatt und Beiz wieder eingerichtet waren, stand nun das grosse Aufräumen und Entsorgen im Anlagenraum bevor.

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Mitte August 2011

Die Anlage ist bis auf den Bf Hofstadt von der Schutzabdeckung befreit. Mit der ersten Grundreinigung kann begonnen werden. Es ist auch sehr nötig. Der Baustaub hat seinen Weg auf Landschaft und Gleise gefunden.

(Bilder vom 20. August 2011)

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September/Oktober 2011

Inzwischen sind wir (neben anderem) daran, den Boden im Anlagenraum mit neuen Platten zu versehen.

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November/Dezember 2011

Parallel zum Verlegen der neuen Bodenplatten nimmt in der Wendel Rebberg der neue "Leitstand" Form an. Von hier aus soll der Fahrbetrieb an öffentlichen Vorführungstagen überwacht werden.
Am 19.11. haben wir das restliche Material aus dem Exil im Bahnpark Brugg zurück in das Clublokal gebracht.
Mitte Dezember ist das verlegen der Bodenplatten fast abgeschlossen. Beim dem gemeinsamen Spaghetti-Essen (Dank an Spender und Koch Rolf) wurde über die nächsten Aktivitäten diskutiert.

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Januar/Februar 2012

Und wieder ist ein Stück des Weges zum Fahrbetrieb geschafft. Die Bodenplatten haben das Tinplate-Stübli erreicht. Die für die Montage der Klimakanäle demontierte Trennwand steht wieder. Auch die Deckenlöcher sind fast verschlossen. Der Unterbau des neuen Leitstandes im Rebberg macht einen äusserst soliden Eindruck. An der Verbindung zwischen Hofstadt und Kirschwil hat die Reparatur der beim Umbau beschädigten Gleise begonnen.

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März 2012

Die zwischenzeitlichen tiefen Temperaturen haben das Tempo der Bautätigkeiten zwar etwas gebremst, aber Anfang März war der neue Boden fast komplett. Die letzte Lücke (der Kabelkanal vor derm Zentralstellwerk) war dann Mitte März geschlossen.
Vielen Dank an alle Helfer und den grosszügigen Spender!
Auch am Leitstand im Inneren der Rebbergwendel gehen die Arbeiten vorerst ihrem Abschluss entgegen. Dazu ist im Laufe des Monats die Verkleidung des grossen Lüftungskanals, der durch unseren Anlagenraum geht, erstellt worden. Desweiteren ist die Instandstellung der Besucherübergangs auf sehr gutem Wege.
Das Ziel ist es, die staubintensiven Holzarbeiten bis Ostern abzuschliessen, damit die Reinigung und nachfolgend die Wiederinbetriebnahme der Elektrik angegangen werden kann.

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April 2012

Die staubintensiven Holzarbeiten sind abgeschlossen. Nun gehts an die Feinreinigung von Anlage, Steuerung und allem Anderen als Vorbereitung der Wiederinbetriebnahme.
Der Bahnhof Hofstadt ist von den Holzplatten befreit und nur noch durch das Vlies abgedeckt. Hier beginnt nun das Einschottern der Gleise. Das beschädigte Gleisbrett zwischen Hofstadt und Kirschwil ist repariert und die Gleise sind neu verlegt. Der Besucherübergang am Provisorium ist fast fertig.
An der Tin-Plate-Anlage läuft die Überprüfung der Elektrik. Auch der Aufbau des PC-Netzwerks für das neue "MpC Bildschirmstellwerk" macht Fortschritte.

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Mai 2012

Nun haben sich die Arbeitsinhalte eindeutig in Richtung unseres eigentlichen Hobbys gewandelt.
In der Werkstattwendel werden die Gleise gründlich gereinigt und poliert. Am Rebberg wird auch die Landschaft 'entstaubt'. Ausserdem wird die Gelegenheit genutzt, da es noch keine Fahrzeuge auf der Anlage hat, um den Schotteroberbau im Bf Hofstadt zu komplettieren. Der grosse Schaltschrank mit der Stromversorgung - unser 'Unterwerk' - erfährt die nötige Reinigung von Staub und sonstigen Ablagerungen. Die Arbeiten am Leitstand in der Rebbergwendel gehen weiter.
Am Montag, 7. Mai war es dann soweit:In der Werkstattwendel setzte sich die Ee 3/3 als erstes Fahrzeug nach einem Unterbruch von 3 Jahren und 6 Monaten wieder elektrisch angetrieben in Bewegung. Die Speisung erfolgte zwar nur vom mobilen Trafo in einen Blockabschnitt, aber es ist wieder ein Schritt in Richtung Normalbetrieb.
Am 12. Mai wurden dann die letzten Abdeckplatten (in den Abstellbahnhöfen Ober- und Unterendingen) von der Anlage entfernt. Und eine Woche später waren die Fahrleitungsmasten in Hofstadt wieder an ihrem Platz.

(Bilder vom 7., 12. und 19. Mai 2012)

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Juni 2012

Das Einschottern der Gleise im Bf Hofstadt ist abgeschlossen und die Fahrleitungsmasten stehen nun auch definitiv. Um den Gesamteindruck zu verbessern erhalten die Weichenantriebe zusätzliche Abdeckhauben, von denen jede aufgrund der Einbaubedingungen quasi ein Unikat ist.
Der Leitstand in der Rebbergwendel ist mit den Abdeckplatten über dem Umgang soweit fertig. Nun erfolgt noch die Verkleidung des Luftkanals und dann kann die Einrichtung des Bildschirmstellwerks beginnen.
Am Westkopf des Bf Kirschwil kann man gut die Wirkung verschiedener Reinigungstechnologien (nur mit Wasser-Spülmittel-Gemisch abgesprüht (in der Mitte) / gesprüht und gebürstet (ganz vorn) mit dem Zustand "verstaubt" (ganz hinten) vergleichen.
Die letzten sechs Fotos zeigen mit dem Vergleich zum Zustand im August 2011 anschaulich das bisher Erreichte.

(Bilder vom 02. und 18. Juni 2012)

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Juli 2012

Und wieder ist ein Stück Arbeit geschafft: Im Bf Hofstadt ist die Halle, welche die Perrongleise überspannt, nun komplett montiert und im Bf Kirschwil sind die Haupt- und Zwergsignale wieder aufgestellt.
Am 9. Juli haben wir die Wiederinbetriebnahme der MpC-Steuerung begonnen. Als erstes wurden die Steckkarten, die seit Sommer 2009 in zwei Bananenkartons lagerten, wieder in die 19"-Racks im Zentralstellwerk Hofstadt (unten) gesteckt.

(Bilder vom 09. Juli 2012)

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August 2012

Die Clubabende der letzten Wochen waren geprägt durch die Wiederinbetriebnahme der G+R-Steuerung. Nach dem Einbau der Steckkarten Anfang Juli wurden alle Elemente, wie Blöcke, Belegtmelder und Weichen, einzeln geprüft. Die Fehler, z.B. eine Belegtmeldung, ohne dass ein Fahrzeug im Abschnitt war, konnten ihre Ursache jeweils in der Verbindung zur Speisung, der Steckkarte selber oder der Verdrahtung zur Anlage haben. Im Falle von Weichen kamen auch der Anschlussprint respektive der Motor selber in Frage. Hier gab es doch einiges zu suchen und zu finden. Anfangs liess sich zum Beispiel keine einzige Weiche stellen und die meisten der Taster in den Stell- und Fahrpulten "wollten auch nicht so recht".
Aber mit Studium der Verdrahtungsdokumentation, dem Prüfen der Leitungen und Verbindungsstellen und dem Testen nach Ausschlussprinzip haben wir Stück für Stück alle betriebsbehindernden Fehler beseitigt. Die über 100 Weichenmotoren wurden alle geöffnet und auf ihren Zustand sowie guten Lauf geprüft und, wo nötig, revidiert. Fast vier Jahre ohne Bewegung sind eben "auch nicht ohne".
Parallel dazu begannen dann bereits die Testfahrten mit einem, später zwei, kurzen Testzügen. Das Testprogramm umfasst alle 449 Fahrstrassen. Drei Viertel davon befinden sich im zwölfgleisigen Bf Hofstadt. Hierbei werden die korrekte Programmierung in der Steuerung, die Visualisierung im Bildschirmstellwerk und natürlich die problemlose Befahrbarkeit aller Weichen und Blöcke geprüft. In beiden Testzügen ist ein Schienenreinigungswagen eingereiht. So wird die "ausgiebige Fahrerei" gleich noch sinnvoll genutzt.
Bis auf den Westkopf des Bf Hofstadt, die Abstellanlage Oberendingen, den Schattenbahnhof Tiefenau und die Doppelspur durch die beiden Wendeln sind die Testfahrten inzwischen abgeschlossen.

(Bilder vom 31. August 2012)

Nun ist auch die grosse Gleislücke vor der Werkstatt geschlossen. Seit Ende Juli sitzen die beiden grossen Brücken wieder auf ihren Widerlagern. Befahren werden können sie allerdings noch nicht. Die Wiederinbetriebnahme der MpC-Steuerung ist in vollem Gange und hält die eine oder andere Knacknuss bei der Fehlersuch für uns bereit.
Am 20. Juli fand die erste erfolgreiche Testfahrt gesteuert von der MpC mit der Ae 6/6 11485 "Thun" auf Gleis 1 im Bf Hofstadt statt.

(Bilder vom 3. August 2012)

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September 2012

Ein wichtiger Schritt für den "Tag der offenen Tür" Ende Oktober ist geschafft.
Die Testzüge befuhren am 10. September erstmals die komplette Doppelspur zwischen Hofstadt und Kirschwil inklusive beider Wendeln und der grossen Brücke. Auch die Einspur zwischen Kirschwil und Grappino konnte durchgängig befahren werden. Am 15.09. wurden noch letzte Probleme (lose Drähte und fehlende Steckkarten) beseitigt sowie das Testprogramm der Fahrstrassen abgeschlossen. Damit ist die Wiederinbetriebnahme der Steuerung beendet.
In den letzten Wochen wurde natürlich auch an anderen Stellen fleissig gearbeitet. So wurden die Bahnsteigausrüstung in Hofstadt unter anderem mit Aufzügen komplettiert und viele der zwischenzeitlich sicher verwahrten Gebäude und anderen Zubehörteile haben peu-a-peu ihren Weg zurück auf die Anlage gefunden. Der neue Sichtschutz des "Anlagenuntergrundes" rund um die Bahnhöfe Kirschwil und Grappino wächst ebenfalls stetig. Auch an der Tin-Plate-Anlage macht die Wiederinbetriebnahme Fortschritte.
Nun ist es an der Zeit, dass die Fahrzeuge ihren Weg zurück in den Club finden und nach der technischen Überprüfung (für einen sicheren Betrieb) auch auf die Anlage kommen. Im Oktober wird das Motto dann "Fahren, Fahren, Fahren" heissen, um für die öffentliche Vorführung Ende des Monats gut gerüstet zu sein.

(Bilder vom 15. September 2012)

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Oktober 2012

Der Oktober ist gekommen. Nun sind nur noch ein paar Wochen bis zum ersten Tag der offenen Tür seit 2008 und der vorgängigen "Preview" für geladene Gäste.
Die Wiederinbetriebnahme der Steuerung ist abgeschlossen. Die Steuerungs-PCs sind an ihren definitiven Plätzen im Zentralstellwerk und dem Leitstand installiert und in Betrieb genommen. Nun füllt sich die Anlage zusehends mit den Fahrzeugen der Mitglieder. Vor dem Aufstellen durchlaufen sie die nötige technische Kontrolle, um später einen möglichst reibungslosen, sprich entgleisungsfreien Betrieb zu garantieren.
Im Tinplate-Stübli wird ebenfalls seit Wochen mit Hochdruck gearbeitet, um Ende Oktober für die Wiedereröffung parat zu sein. Der Sichtschutz des "Anlagenuntergrundes" ist soweit fertig. Die interne Telefonanlage, welche die Stellwerke und den Leitstand verbindet ist wieder in Betrieb.
An den Stell- und Fahrpulten in Hofstadt und Kirschwil geht es nun darum, dass Fahren wieder einzuüben und sich die kniffligen Tastenkombinationen am Fahrpult zurück ins Gedächtnis zu rufen.

(Bilder vom 6. Oktober 2012)

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Letztes Wochenende im Oktober 2012

Es ist geschafft! Am letzten Oktoberwochenende ging der erste "Tag der offenen Tür" des BMC nach vier Jahren Unterbruch über die Bühne. Am Montag davor gab es eine Preview für unsere "Mitbewohner" im Kornhaus.
Die Besucherzahlen fielen zwar geringer aus als beim letzten TdoT 2008, aber dennoch waren die zweieinhalb Tage die gelungene Rückkehr zu einem normalen Clubleben. Viele grosse und kleine Besucher hatten die Gelegenheit, in Ruhe die fahrenden Züge, ob nun die RoLa, den Gotthard-IR oder den Roten Pfeil, zu geniessen und ausgiebig zu fotografieren. Und zur Freude der BMCler fanden auch die Flyer für die Mitgliederwerbung regen Zuspruch. Wer bei uns mittun möchte, ist herzlich eingeladen vorbeizuschauen.
Der Betrieb lief ohne grosse Probleme. Dass das Stellpult in Hofstadt am Samstagabend nicht funktionierte, fiel den Besuchern dank der Steuerungsmöglichkeit aus dem Bildschirmstellwerk gar nicht auf. Auch im Tinplate-Stübli liefen die Züge rund, nachdem dort in den letzten Wochen mit Hochdruck an der Wiederinbetriebnahme gearbeitet wurde.

Mit dieser "heissen Woche" fanden die gut anderthalb Jahre währenden Aufräum-, Aufbau- und Wiederinbetriebnahmearbeiten ihren erfolgreichen Abschluss. Nun kann es wieder heissen: "Wir bauen ... an der Anlage". Zu tun gibt es sicher genug.

Vielen Dank an dieser Stelle an alle, die als Helfer zum Gelingen beigetragen haben!

(Bilder vom 22., 27. und 28. Oktober 2012)

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