Die grosse Messingbrücke und der Viadukt

Die grosse Brücke vor der Werkstatt besteht aus zwei einzelnen Brücken aus Messing. Der Bau wurde an der Generalversammlung 1992 beschlossen und ein Kredit von Fr. 7'500.- bewilligt. Die Brückenteile sind je 320 cm lang, wiegen 24 kg und sind dem Sittertobel-Viadukt bei Herisau der Bodensee-Toggenburgbahn nachempfunden. Die 24 Längsträgerteile wurden mittels Wasserstrahlverfahren (4000 bar) zugeschnitten. Sie wurden mit weiteren Stanz-, Fräs- und Ätzteilen zur Gesamtkonstruktion verlötet. In diese Konstruktion wurden zu gestalterischen Zwecken vor der Lackierung zusätzlich ca. 30'000 Nieten eingeklebt. Am Bau waren 5 Mitglieder beteiligt. Die Bauzeit inkl. Planung betrug rund 7 Jahre.

 

  
Brücke ab Jahr 2000                                                                          Lötarbeiten


Der anschliessende Viadukt besteht aus mit HEKI-Mauerplatten verkleideten Sperrholz-Platten. Die einzelnen Ecksteine wurden aus HEKI-Platten zugeschnitten. Die Struktur wurde geprägt und die Steine einzeln eingesetzt. Die Bauzeit betrug ca. ein Jahr.


Der Rebberg

Der Rebberg ist mit ungefähr 1'800 Rebstöcken bestückt. Der einzelne Rebstock besteht aus verdrilltem und verzweigtem Kupferdraht, der eingefärbt und mit Streumaterial beklebt ist. Die Mauer besteht aus Gipselementen, für welche verschiedene Giessformen aus Silikon-kautschuk hergestellt wurden. Das Rebhüsli ist das Werk der Lebenspartnerin eines Mitgliedes. Das Vorbild steht am Lägernsüdhang. Die Gesamtbauzeit erstreckte sich ab 1992 über gut 2 Jahre.

 
  
Rebberg                                                                                          Rebhüsli

Die Stadt Grappino

Seit langem bestand der Wunsch, die Fläche zwischen den Bahnhöfen Kirschwil und Grappino attraktiver zu gestalten. Gedacht wurde an den Bau einiger Stadthäuser, und es entstand die Idee eines teilweisen Nachbaus der Altstadt von Brugg. Zunächst sollten die Gebäudemodelle im Eigenbau verwirklicht werden; es zeigte sich aber, dass der Bau auf diese Weise viel zu lange dauern und unsere Kräfte übersteigen würde. Die Generalversammlungen (GV) vom Februar 2017 und 2018 bewilligten daher einen Anschaffungskredit von Fr. 7000. Damals war noch der Kauf von Bausatzteilen beabsichtigt, die wir dann selbst zusammengesetzt hätten. Der Plan zerschlug sich, weil die Zusammenarbeit mit der damals angefragten Firma nicht funktionierte. Im Sommer 2018 entstand ein Kontakt mit der Firma Stangel in Polen (www.stangel.eu), die Architekturmodelle und Modellbauhäuser herstellt. Ein Musterhaus überzeugte dermassen, dass wir auf Bausätze verzichteten und uns stattdessen in vier Etappen fertige Gebäude, gebaut nach unseren Aufnahmen und Plänen, liefern liessen. Den Abschluss bildete das Modell einer Kirche (nach dem Vorbild der Kirche Kirchberg bei Küttingen). Die Gesamtkosten für die Anschaffung beliefen sich auf Fr. 19'500 (beschlossen an den GVs vom Feb. 2019, 2020 und 2021). Im Eigenbau verwirklichten wir die Umgebungsarbeiten, zu denen ein prächtiger Friedhof, gepflästerte Strassen und Plätze, ein schattiger Parkplatz vor dem Stadttor und hübsche Vorgärten gehören. Auch die phantasievolle Detaillierung der Häuser mit Inneneinrichtungen und Beleuchtungen erfolgte und erfolgt noch im Eigenbau.

Grappino liegt nicht nur an öV-mässig optimaler Lage zwischen zwei Bahnhöfen; es wird auch von einer Schmalspurbahn durchquert und verfügt überdies - nicht ganz im Einklang mit der doch eher beschränkten Einwohnerzahl - über eine Tramlinie!

 


Stadtplan Grappino (Ausschnitt)

   Bildgalerie Dezember 2020

Bahnhof Hofstadt

Zu den grossen Bauwerken zählt auch der Bahnhof Hofstadt, der zu Beginn einfach Hauptbahnhof genannt wurde. Er umfasst zwölf Gleise. Fünf davon sind Perrongleise, die übrigen sind Durchfahrts- oder Gütergleise. Diese Gleisanlage wurde bereits im Sommer 1982 fertig gebaut. Alle Weichen und Doppelkreuzungsweichen (Engländer) sind in Handarbeit entstanden.

Die drei Perrons, erschlossen mit zwei Unterführungen und mit Liftanlagen, weisen je eine Länge von ungefähr acht Metern auf. Einschliesslich der Ein- und Ausfahrgruppen ist der Bahnhof knapp 25 m lang. Er wird sowohl vom Doppelspurgleis als auch vom Einspurgleis, aus denen unsere Anlage aufgebaut ist, durchquert. Anders gesagt: Hofstadt bildet das Herz der Anlage, von dem aus alle ihre Teile angefahren werden können.

Der Bahnhof wird von einem (imaginären) Glasdach überdeckt. Imaginär ist es, weil wir herausgefunden haben, dass eine reale Eindeckung zu unpraktisch wäre. Seine elegante Tragkonstruktion wurde in Handarbeit erstellt, ebenso wie viele weitere Elemente der Perrons und der gesamte Hintergrund, der von Gebäuden in Windisch und Zofingen inspiriert ist.

Am südlichen Ende des Bahnhofs befindet sich ein kleiner, aber immer noch rege genutzter Güterbahnhof mit einem unter Denkmalschutz stehenden Güterschuppen und vier Gleisen sowie ein grosses Stellwerkgebäude.

Das eigentliche Bahnhofsgebäude mit Bahnschaltern, Buffet etc. muss man sich hingegen denken. Für ein reales Gebäude fehlt uns trotz der grosszügigen Verhältnisse in unserem schönen Dachstock schlicht der Platz.